Mykotherapie in der Tierheilpraxis Heil- und Vitalpilze

Aktualisiert: 26. Feb.

Ob als Gift oder Droge, als Glückssymbol oder Medizin: Pilze galten zu allen Zeiten als etwas Besonderes, und der Aberglaube, der sich um sie rankt, verdankt seine Existenz ihren herausragenden Eigenschaften. Hildegard von Bingen hat sie beschrieben, und in Japan, Korea und China schätzte sie schon vor Jahrtausenden die Volksmedizin. Mittlerweile bestätigen zahlreiche Untersuchungen aus Asien und den USA das, was einst Heiler aus ihrer Erfahrung heraus beschrieben. Nur in Europa setzen sich die Erkenntnisse recht zögerlich durch.


Heil- und Vitalpilze


Um sich vor Viren, Bakterien und Fressfeinden zu schützen, bilden Pilze eine Reihe von Substanzen aus, die für Mensch und Tier gesund sind. Vor allem jenen Pilzen, die auf Bäumen wachsen, wird eine heilende Kraft zugeschrieben.


Studien zufolge eignen sich sogenannte Heil- und Vitalpilze zu therapeutischen Zwecken und auch zur Vorbeugung: Sie stärken das Immunsystem, indem sie das körpereigene Gleichgewicht wiederherstellen und die Körperfunktionen regulieren. Damit halten sie den Organismus fit und verzögern das Altern.

Laut der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) sind dafür nicht nur einzelne Bestandteile der Pilze verantwortlich. Es ist das Zusammenspiel der Inhaltsstoffe als Ganzes, das sie so wertvoll macht.


Wissenschaftlich erforscht sind hauptsächlich zwanzig Pilze, die von der modernen Mykotherapie zur Behandlung verschiedener Beschwerden empfohlen werden. Zu ihnen gehören Shiitake, Maitake und Reishi. Alle drei sind (als Präparate) mittlerweile in Asien und den USA zur begleitenden Krebstherapie zugelassen, und allen dreien wird eine lange Reihe an günstigen Eigenschaften zugeschrieben. Jeder einzelne von ihnen aber hat bestimmte Hauptwirkstoffe, denen er seine Einzigartigkeit verdankt.


Vitalpilze in der Tiermedizin sind sehr effektiv und werden erfolgreich bei verschiedenen Erkrankungen eingesetzt, ob begleitend bei Tumorerkrankungen oder als individuelle Therapie, die Möglichkeiten sind sehr gross.


Hunde nehmen Vitalpilze in der Regel gerne entgegen, sodass die Kapseln ganz einfach als Leckerli geben werden können.

Manche Tiere nehmen sie pur, bei etwas wählerischen Hunden können die Kapseln beispielsweise mit Leberparfait bestrichen und einzeln verabreicht werden.

Für unkomplizierte Tiere, welche den intensiven Geschmack von Vitalpilzen mögen, ist es möglich, Extrakte und Pilzpulver in heissem Wasser (max. 60°C) aufzulösen und in abgekühltem Zustand mit der Plastikspritze tropfenweise zu verabreichen.

Diese Methode maximiert die Aufnahme der Wirkstoffe, welche so zugleich auch bereits mit den Schleimhäuten im Maul des Hundes in Kontakt kommen und lokal wirken können.


Die Verabreichung von Vitalpilzen an Katzen kann durchaus eine etwas schwierigere Angelegenheit sein. Obwohl mir Fälle von Katzen bekannt sind, die aus eigenem Antrieb pures Pilzpulver zu sich genommen haben, ist die Mehrheit der Katzen dem Geschmack doch eher abgeneigt.

Besonders bittere Pilze wie Reishi stossen auf wenig Akzeptanz.

Da die Kapseln in der Regel zu gross für eine direkte Verabreichung sind, muss der Kapselinhalt unter feuchtes Futter gemischt und dem Tier angeboten werden. Bei kranken Tieren, welche die Futteraufnahme verweigern, besteht die Möglichkeit, wie oben beschrieben bei den Hunden, das Pilzpulver aufzulösen in heissem Wasser und so zu verabreichen.


Bei Pferden wird wegen der sehr guten Resorption und sensiblen Reaktion trotz des höheren Körpergewichts im Verhältnis gering dosiert. Die Dosierung kann problemlos erhöht werden.

Pferde nehmen Vitalpilze in der Regel gerne entgegen, entweder direkt aus der Hand oder man gibt die intakten Kapseln zum Futter hinzu.


Kontraindikationen und Nebenwirkungen


In Asien werden Vitalpilze seit Jahrtausenden in der traditionellen Medizin angewandt. Sie können problemlos zusammen mit verschiedenen anderen naturheilkundlichen Therapien eingesetzt werden.

Nach Impfungen oder Medikationen (z.B. Antibiotika) entgiften und stärken sie die inneren Organe oder verhindern überschiessende Reaktionen des Immunsystems.

Die Nebenwirkungen beschränken sich beim Tier auf mögliche Entgiftungsreaktionen (Durchfall) oder auf beschränkte Symptome der Erstverschlimmerung, was sehr selten vorkommt.

Bei Pilzallergie gegen Pilzeiweiss (Idiosynkrasie) dürfen keine Vitalpilze verabreicht werden.

Aufgrund des hohen Kaliumgehaltes (sowie der Oxalate in Chaga) dürfen Vitalpilze bei Ausleitungsstörungen oder Insuffizienz der Nieren nicht oder nur unter Kontrolle beim Tierarzt oder Tierheilpraktiker verabreicht werden.

Ausnahme Cordyceps sinensis wirkt sich bei Ausleitungsschwäche und Insuffizienz der Nieren jedoch stärkend auf die Funktion aus und kann bis zu einem gewissen Stadium hilfreich eingesetzt werden.


Vitalpilze wende ich sehr gerne bei Therapieresistenz an, oder bei chronischen Erkrankungen.

Für mehr Informationen oder zu Mykotherapie bei mir in der Praxis, melde Dich doch einfach bei mir.


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Quellen:

Thieme Mykotherapie für Tiere

GFVS Gesellschaft für Vitalpilzkunde Schweiz

Die Mykotherapie in der Veterinärmedizin





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